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Entrega del Gallo

Jetzt schaffe ich es endlich mal mich hinzusetzen und ein paar Worte zu schreiben. Die letzten Tage waren ziemlich turbulent und interessant. Ich war am Samstag mit der Familie (das bedeutet 4 Generationen und geschätzt 20 Leute plus 3 kanadische Touristen) auf einem Fest. Im Juli wird in den umliegenden Gemeinden „la entrega del gallo“ gefeiert, was so viel wie die „Hergabe des Hahns“ bedeutet. Durch das Fest wird, wie bei uns zum Erntedankfest, die Dankbarkeit ausgedrückt, dass wir genug zu essen haben. Bei uns sinds dann eher Gemüse und Getreidearten die vor dem Altar stehen, hier ist es dann ein Haufen Hähne, die an den Füßen zusammengebunden werden und mit Schleifchen geschmückt und durch die Gegend gewedelt werden. Um diesen Anlass gediegen zu zelebrieren, sind wir abends alle zusammen ins Dorf gefahren, das heißt 14 Leute in einem kleinen Bus mit 3 Kästen Bier, die auf dem Weg schon getrunken werden mussten. Aufgrund der exzellenten Verarbeitung der Straßen hier und den dadurch präzise kontrollierbaren Rucklern und Hüpfern die das Auto gemacht hat, war nach kürzester Zeit das Bier eher auf der Windschutzscheibe als in unseren Bäuchen. Das hat Agosto, den Fahrer jedoch nicht gestört, denn er hat „noch genug“ gesehen. Als wir dann heil unten ankamen, wurden Boxen aufs Busschen montiert und traditionelle Trachten angelegt, und dann sind wir so mit den Hähnen zu gefühlt immer demselben Lied durch die Stadt getanzt. Immer dem Bus hinterher. Natürlich waren die Hähne auch am Start und wunden kräftig mitgetanzt, auch gegen Ihren Willen. Als ich dann, nach ungefähr 2 Bier sehr angeheitert war, sind wir zu einem Platz gekommen, an dem jede Familie oder Gruppe die mit Hähnen durch die Stadt gezogen ist, nochmal alle Tanzkünste zur Schau stellt, woraufhin dann gewertet wird, welche Familie/Gruppe die beste ist. Leider haben wir nicht gewonnen, was sicher nicht an meiner Unfähigkeit den Tanz zu lernen lag. Dann wurden die Hähne eingereicht, was der Gemeinde ca. 100 Hähne eingebracht hat, die am nächsten Tag verkocht werden. Arme Tierchen. Man hätte sie gleich verkochen sollen. Das war eins der Highlights letzte Woche.


Ja und seither helfe ich fleißig mit beim Übersetzen und Gäste empfangen, da hier offensichtlich niemand englisch spricht, aber trotzdem englisch sprachige Turis ankommen. Ein Teil der Familie, Agosto und seine bald Frau – Tamara und ihre 2 Kiddis sind dann noch zwei Tage geblieben, was super nett war, da ich mich mit den beiden super gut verstanden habe und wir uns einen ganzen Tag in einer cabana eingeschlossen haben um – Asche auf mein Haupt- Twighlight zu schauen und die lokalen (oder importierten) snacks zu probieren. Dann wollte mich Andrés noch überzeugen, dass Meerjungfrauen existieren, und zeigte mir eine echt schlecht gemachte Verschwörungs- Dokumentation, die auf zwielichtigem Weg erklärt warum Meerjungfrauen existieren müssen.
Als dann die anderen alle weg waren kamen mehr Turis, eine 6- köpfige Familie, die zum Großteil nun in Norwegen wohnt aber aus Quito kommt. Die waren alle super nett und wir haben cuarenta gespielt, das offiziell einzige Spiel das sehr ecuadorianisch ist, da man fluchen und raufen darf. An die Regeln muss ich mich noch n wenig gewöhnen aber es macht schon sehr viel Spaß.
Zeitgleich kam dann noch ne Engländering – Pandora, mit der ich viel über Meditation und Yoga rede, weil sie gerade auf Selbstfindungs- Trip ist und sich 14 Stunden in ihrer Hütte einschließt um zu meditieren. Sie ist auch super lieb und interessant. Jessica hat uns dann gestern angeboten uns mit auf eine Tour zu den typischen Turi Attraktionen der Region mitzunehmen, weil sie mir danken wollte, dass ich so viel mithelfe, was mich sehr gefreut hat. Weil Efrain, der Vater und Besitzer hier ist ziemlich krank ist, pack ich halt ein bisschen mehr an, als ich sollte. Was mir ein bisschen sorgen macht, ist dass Efrain nun jeden Tag zur Apotheke geht, wo sie ihm“wer-weiss-was“ spritzen, was ihn schnell wieder gesund machen soll. Mysteriös.
Ach ja, die Turi Attraktionen: Wir zusammen bei den Wasserfällen von peguche und einem anderen lago, dessen Namen ich aber schon wieder vergessen habe.




Nun hab ich daavon einen ultimativen Sonnenbrand und sehe aus wie eine geschälte Tomate, aber das wird schon wieder. Seit gestern haben wir auch kein Internet mehr, weswegen ich gerade ein bisschen abgeschnitten von Allem bin und viel lese. Aber wenn alles klappt, funktioniert morgen das Internet wieder, und ich kann mein eben verfasstes Textchen posten!

Viele Liebe Grüße von der Tomate,
bis bald!





Das ist mein Aublick jeden morgen aus der Cabana


2.8.14 20:54
 


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